Zauberlehrlinge im Corona-Wahn

Man mag – und jetzt mal ganz deutlich – die ganze Corona- und Impf-Kacke nicht mehr hören, nicht mehr sehen und man möchte am liebsten auch nicht mehr darüber sprechen. Aber schreiben….

Nach über einem Jahr gilt eigentlich nur eine einzige Handlungsanweisung über, die ich damals und heute ohne Vorbehalte unterschreibe: Bleib mir 2 Meter vom Leib und ich Dir auch! Außer Anne, natürlich…

Wir alle kennen ja das Peter-Prinzip – und wer nicht, der erfährt es jetzt -, dass nämlich jeder in einer Organisation so lange befördert wird, bis er die Stufe der absoluten Unfähigkeit erreicht hat. Dieses Schauspiel wird derzeit auf allen Bühnen gegeben. Und unter den Masken mit dem lachenden und weinenden Gesichtern steht zu lesen: „Et is ja aallet immer noch jootjejaan“. Hoffen wir’s!

Seit einem Jahr wird rumgeeiert ohne Ergebnisse, aber immer mit großen Holzhammern: Nach wie vor sind wir nicht in der Lage, zu identifizieren, wo es am wahrscheinlichsten ist, eine Virusübertragung zu begünstigen. Wären die Hauptursachen Plünden-Läden und Gaststätten, dann hätte ja unmittelbar nach dem Lockdown – also innerhalb von 5-10 Tagen ein sofortiger, deutlicher Absturz der Infiziertenzahlen erfolgen müssen (und da gab es noch keinen B117, den man heute für alles verantwortlich macht). War aber nicht. Der Einwand, man könne das nicht ermitteln, da nur ca. 20% der Fälle verfolgbar seien, kann aber eigentlich nicht ziehen: dann weiß man es eben nur für jeden 5.Fall, aber was ist das Problem dabei, wenn man gleichzeitig eine Statistik-Wissenschaft hat? Die kommt auch mit 1%-Stichproben hin und eine 5%ige Stichprobe führt zu hoch-wahrscheinlichen Ergebnissen.

Neben dem Holzhammer gehört auch die Panik-Sirene zum Repertoire: Angst erzeugen durch die ‚hochansteckende Mutante‘ – da läuft es kalt den Rücken herunter und man fühlt sich die Grusel-Stunden im TV mit ‚Mumien, Monstren, Mutationen!!!!‘ in der Wirklichkeit zurückkehren. Dabei wurde die höhere Ansteckungsfähigkeit zum Horror, das Virus wurde ‚böser‘ und mangels Erklärungsmöglichkeiten wurden wir immer hilfloser, da niemand wusste wie man sich gegen diese Genmanipulation wehren konnte. Nun lese ich gestern, dass es tatsächlich Menschen gibt, die nachforschen: die höhere Ansteckungsrate soll allein daher kommen, dass die Infizierten nicht 2-3 Tage lang die Viren verbreiten, sondern 4-6 Tage, was bei einer durchschnittlichen Erkennung nach 5-7 Tagen einfach die Menge der Kontaktpersonen verdoppelt, was eine ganz und gar undämonische Erklärung ist. Und man kann einfach durch Abstandhalten und ggf. in Zukunft durch regelmäßiges Kontroll-Testen die Infektionsweitergabe komplett oder früher stoppen.

Und was die Gesamt-Corona-Lage angeht: irgendwann in 2021 oder 2022 wird das alles in ’normalen‘ Bahnen verlaufen – wie die bekannten Grippe-Wellen. Aber derzeit ist der Aktionismus-Wettbewerb der Peter-Prinzip-Kandidaten in vollem Lauf: Man kann auch einfach sagen: da klappt nichts, wie es hervorprophezeit wird, die Politik-DarstellerInnen sind im Wettbewerb ‚toughest-guy/girl of corona-defeating‘. Ständig werden neue Maßnahmen propagiert, ohne dass irgendetwas davon erfolgreich und optimiert läuft.

Im Sommer 2020 wurde an die Menschen appelliert, die AHA-Regeln einzuhalten, als das nicht funktionierte, wurde die Maskenpflicht eingeführt, von der man vorher nichts wissen wollte. Als das nicht fruchtete, kam Lockdown light, dann das Impf-Versprechen, dann Lockdown medium, dann die Einrichtung von Impfzentren ohne dass man dafür auch nur eine Dosis Impfstoff hatte. Darauf dann zurückgerudert, dass man die Zentren nicht benötigen würde, weil erst einmal Altenheime und Krankenhäuser/Rettungsdienste beglückt werden sollten. Dann kam das Impfstoff-Dispositions-Versagen und alles brannte auf Spar-Spar-Flamme. Und weil nichts lief, trieb man dann die Terminvergabe durchs Dorf: Auch hier lief nichts, weil Millionen von Menschen nicht gleichzeitig bedient werden können von einer begrenzten Anzahl von Mitarbeitern – und dem Fehlen von Material. Also alles zurück und rauf auf die Warteliste – aber die hätten die öffentlichen Verwaltungen auch selbst machen können und nur die Verweigerer hätten sich melden müssen bzw. absagen.

Das tröpfelt nun so vor sich hin und wird bei dem angeschlagenen Tempo auch 2022 nicht beendet sein – sollte nicht was anderes passieren. Es läuft also nicht, aber um das zu kaschieren, wird nun die nächste Sau durchs Dorf getrieben: die Hausärzte sollen das machen – aber wie? Da müssten 100.000 Mitarbeiter geschult werden in den Systemen des Impfbetriebs, da müssten 50.000 Praxen in den Nachschub eingebunden werden, in das Terminmanagement und die Verwaltung der Wartelisten. Die Einhaltung der Impfpriorisierungen? Wer macht denn das? Wo sollen die Geimpften die Viertelstunde nach der Impfung sich aufhalten – unter Beobachtung? Wann soll der Arzt impfen, der jeden Tag im Schnitt 58 Patienten behandelt? In der Spätschicht?

Aber nicht genug, dass dieser Weg organisatorisch völlig ungeklärt ist: Jetzt werden als nächstes die Betriebsärzte in die Aktivitäten eingespannt – aber wer hat schon einen Betriebsarzt? Nur die wenigsten!

Und dann kommen die Tests: regelmäßig in Schule und Betrieb: wer soll die wann abnehmen? Und wie valide sind die Ergebnisse, wenn es allein zuhause gemacht wird? Wie fälschungssicher sind die Unterlagen, die erstellt werden müssten, um den Nicht-Positiv-Getesteten mehr Rechte zu geben – was genauso für die Geimpften gilt…

Und was machen die, die mal nicht jeden 2.Tag einen Zehner für den Selbsttest übrighaben? Da könnten wir ja die Tafel-Läden einspannen, aber die wissen ja noch nichts von ihrem Glück!

So geht’s eventuell weiter: nichts klappt richtig, aber irgendwie doch ein büschen…und um davon abzulenken, wird immer wieder eine neue Aktivität erfunden.

Und noch eine Anmerkung darüber, wie der Bürger eingeschätzt wird von den Lenkern: da gab es im letzten Jahr nur Holzhammer und Rasenmäher für die Maßnahmen, da wurde gejubelt, auch wenn die Lage das nicht erforderte, man war schon zufrieden, wenn überhaupt etwas untersagt wurde. Nun wurde zum ersten Mal eine halbwegs differenzierte Strategie für den Rückkehr zur Normalität formuliert, die auch auf die Schwere der Pandemie in bestimmten geografischen Umgebungen reagiert – gut so! Aber auch da melden sich die Bestimmer und Besserwissenden sofort zu Wort: das könne man den Untertanen nicht zumuten, dass sei ja alles viel zu differenziert und viel zu kompliziert! Nein, ist es nicht – und der IQ der breiten Masse versteht wohl sehr gut, dass es einen Unterschied macht, ob ich in der Landeshauptstadt shoppen gehe mit einer 100er-Inzidenz oder in der Kleinstadt Northeim mit einer 25er-Inzidenz. Aber so ist das, wenn man die verwalteten Bürger nur als Wutbürger oder dumme Schäflein sieht – die brauchen einfach einen scharfen Wachhund! Oder auch nicht…