Seit vielen Jahren stöbere ich auf Flohmärkten in Bücherkisten und - schon unbewusst - suchen meine Augen zuerst nach einem Blickfänger: ist da irgendwo ein Leinenrücken? Zugegeben, nach 50 Jahren ist die Trefferquote nicht mehr allzu hoch, aber die Dinger sind immer noch im Umlauf!
Doch das Leinen ist nur ein Indiz: hier warten möglicherweise noch einige kleine 'Bilder-Schätze' auf ihren Entdecker! Prächtige Bilder aus dem Rowohlt-Verlag, die oft als kleine Meisterwerke daherkommen - in dunkler Farbigkeit reißerischer Kinoplakate, immer eher opulent, nur selten minimalistisch: Die muss man einfach gesehen haben! Daneben die - ebenfalls in Leinen verpackten - Klassiker aus dem Goldmann-Verlag mit einer ganz anderen Auffassung von Titelbild, die sich an Skizze und Aquarell orientiert. Dann auch die mit zeitgenössischen, modernen Kunstelementen spielenden Gestaltungen bei List und Ullstein und natürlich die fröhlich-farbigen Fischer-Taschenbücher, deren 'Transparit-Hochglanzkaschierung' vielen LeserInnen auch aus anderen Gründen unvergesslich bleiben wird (abreißen oder nicht? ;-)) ).
Diese Bücher bzw. Titelbilder trugen ein deutlich unterscheidbares Gesicht in der Menge, zumal viele Verlage daran arbeiteten, ihren eigenen Stil zu entwickeln: Dies scheint mir in den letzten Jahren nicht mehr ganz so deutlich zu sein, da oft fotorealistische Montagen die Taschenbuch-Titelseiten in vielen Verlagen beherrschen.
Aus dieser Zeit vor 50 bis 40 Jahren hat sich inzwischen bei mir eine ganze Reihe kleiner Kunstwerke angesammelt, zu schade, um nur im Dunkel des Bücherregals die nächsten 50 Jahre zu verschlafen. Also: Licht an (im Scanner) und anstellen zum Fahndungsphoto! Viel Spaß beim Schauen!
P.S.: Als erster Service:  Das Verzeichnis der ersten 500 rororo-Bände ,  die bis zur Nummer 450 in Leinen daherkamen (nur einen Ausreißer gabs: Band 481/Die Alternative von Martin Walser).
Die Kandidaten im einzelnen:
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